Im Fastenwandern sehe ich eine von vielen Möglichkeiten der selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Selbstfürsorge
als auch eine wunderbare Erfahrung in der Wahrnehmung und im Erleben dessen, was uns im Hightech-Social-Media-Alltag doch manchmal arg
verloren geht.
Das mag zum gegebenen Zeitpunkt für jeden etwas anderes sein. Oft sind es ganz einfache Dinge, wie frische
Luft und sich mal wieder frei in der Natur bewegen; Zeit und Muße zu haben, dem Zwitschern der Vögel zu lauschen oder das
Blau des Meeres in sich aufzusaugen.
Und sich wieder auszurichten auf das Wesentliche, auf das, was einem wirklich am Herzen liegt.
Die Welt ist allezeit schön
Im Frühling prangt die schöne Welt
In einem fast Smaragden Schein.
Im Sommer glänzt das reife Feld,
Und scheint dem Golde gleich zu sein.
Im Herbste sieht man, als Opalen,
Der Bäume bunte Blätter strahlen.
Im Winter schmückt ein Schein, wie Diamant
Und reines Silber, Flut und Land.
Ja kurz, wenn wir die Welt aufmerksam sehn,
Ist sie zu allen Zeit schön.
(Barthold Heinrich Brockes, 1680-1747)